Kein Zwanni für einen Stehplatz!


Unsere Bundesliga ist so beliebt, wie schon lange nicht mehr. Immer mehr Fans der verschiedenen Vereine wollen die Mannschaft ihres Herzens im Stadion live spielen sehen. Will man aber heute seinen Verein im Stadion anfeuern, kann auf den obligatorischen Gang zum Bankautomaten allerdings nicht verzichtet werden.

Die Eintrittspreise der Fußball Bundesliga befinden sich auf einem neuen Höchststand, zahlte man in der Saison 2004/05 im Schnitt 16,81 € für ein Ticket, musste der Fußballbegeisterte in der Saison 2010/11 bereits durchschnittlich 22,75 € für eine Eintrittskarte aufbringen. Das ist ein Plus von über 35% in nur sechs Jahren!!!

Preisentwicklung der Ticketpreise in der Bundesliga

Einerseits ist die Preisgestaltung verständlich, die Vereinsfunktionäre könnten teilweise die Stadien pro Spieltag mehrmals füllen. Aber andererseits ist es doch im Interesse von allen, dass eben auch die Fans von der Basis mit Karten ausgestattet werden. Es sind doch gerade diese Anhänger eines Vereins, die die meiste Stimmung in der Bude machen. Und gerade diese Fans verdienen ja nicht 35% mehr als vor sechs Jahren… Wie gesagt, Aki, Matthias & Konsorten könnten die Preise noch mehr erhöhen und die Stadien würden trotzdem voll werden…

Aber dann gibt es noch diesen „Top-Zuschlag“… wer hat’s erfunden? Wer war das? Wo wohnt der!? Diese Preispolitik kann ich absolut nicht nachvollziehen. Fans der auswärtigen Top-Mannschaften müssen dabei in Stadien für „Top-Spiele“ extra Zuschläge bezahlen. Ein Rechenbeispiel von Marc Quambusch, Sprecher der Initiative „Kein Zwanni“: „So zahlt zum Beispiel ein Fan des BVB, der alle Spiele besucht und immer den billigsten Sitzplatz nimmt – so er ihn bekommt – übers Jahr gesehen 150€ mehr als ein Fan aus Fürth, der genau die selben Spiele auf dem selben Platz sieht.“

Kein Zwanni für nen Steher

Erst letztes Wochenende haben die Fans von Borussia Dortmund beim Auswärtsspiel in Wolfsburg gegen genau diese Preispolitik protestiert und sind in den ersten 20 Minuten ihren Plätzen ferngeblieben. Ob das die Vereinsverantwortlichen beeindrucken kann, wage ich zu bezweifeln. Aber dennoch erzeugt der Protest Aufmerksamkeit und immer mehr Fanklubs schließen sich der Bewegung „Kein Zwanni“ an.

Wir müssen echt aufpassen, dass die Preisentwicklung – generelle Ticketpreise und Top-Zuschlag – nicht aus dem Ruder läuft und unser Fußball ein Sport für Besserverdienende oder Edelfans wird. Die Jungs brauchen Support, wir machen mit: Teilen, Liken… spread the word!

Euer Ballsportblog!

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